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Beispielbericht (Muster)

Heu- & Rationsanalyse

So sieht dein Online-Bericht aus: die komplette Nährstoffbilanz auf einen Blick, jeder Wert eingeordnet und mit Quellen belegt – verlinkt mit unserer Wissensdatenbank.

Pferd
Gloria · Haflinger-Stute
Alter / Gewicht
23 Jahre · ca. 480 kg
Nutzung
Erhaltung, Bewegung eingeschränkt
Labor
Partnerlabor (Muster)
Probe / Bericht
2025-11-10 → 2025-11-18
Berichts-Nr.
2025-283

Nährstoffbilanz

Tippe auf einen Nährstoff, um Bewertung, Einordnung und Quellen zu öffnen. Filtere nach Nährstoffgruppe, um den Überblick zu behalten.

9× Im Zielbereich3× Beobachten2× Deutlich erhöht1× Leicht erhöht

Balken = Zufuhr in % des Bedarfs. Die Linie markiert 100 % = Bedarf. Werte über 250 % werden gekappt dargestellt (echter Wert im Balken).

Fachliche Einordnung

Ausgangslage

Gloria ist eine ältere Haflinger-Stute (ca. 480 kg) in Erhaltung mit eingeschränkter Bewegung. Ziel der Ration ist Gewichtsstabilität bei gleichzeitigem Muskelerhalt – ein leichtfuttriger Typ, bei dem Energie- und Zuckerzufuhr eng geführt werden müssen.

Der Körperzustand wird nicht allein über das Gewicht, sondern über den Body Condition Score beurteilt. Die Energiebilanz der Ration passt gut zu diesem Ziel.

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Heuqualität & Bedampfen

Die eingereichten Heuanalysen unterscheiden sich deutlich in Protein- und Energiegehalt. Ein zweiter Schnitt mit höherem verdaulichem Rohprotein eignet sich am besten, wenn über den Winter bedampft wird – denn Bedampfen kann den nutzbaren Proteingehalt stark senken.

Proteinärmere Chargen sollten dagegen eher unbedampft gefüttert oder gemischt werden, damit der Proteinbedarf gedeckt bleibt. Die Heuwahl ist damit der wichtigste Stellhebel der gesamten Ration – noch vor jedem Zusatzprodukt.

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Zucker, Stärke & Basisfutter

Bei leichtfuttrigen Pferden mit Bewegungseinschränkung sind niedrige Zucker- und Stärkegehalte wichtig. Ein zucker- und stärkearmes Basisfutter mit ausgewogenem Proteinverhältnis ist einem sehr eisenreichen Müsli vorzuziehen.

Wässern oder Bedampfen von Heu senkt den Zuckergehalt – reduziert aber gleichzeitig Protein. Beides muss zusammen gedacht werden.

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Mineral- und Spurenelementbilanz

Mengenelemente sind überwiegend im Zielbereich. Auffällig ist die deutlich zu hohe Zufuhr von Zink und Kupfer sowie ein minimal erhöhter Selenwert – ein typisches Muster für Doppelversorgung aus mineralisiertem Müsli, Mineralfutter und Zusätzen.

Die sinnvolle Konsequenz ist nicht mehr Ergänzung, sondern eine passende Dosierung: Im Beispiel wird das Mineralfutter von vier auf drei Messlöffel reduziert. Jod bleibt dabei im Blick, weil es eng dosiert ist.

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Empfehlungen der Futterberatung

Die folgenden Punkte sind die individuelle Einschätzung der beratenden Person für genau dieses Pferd – keine allgemeingültige Empfehlung und kein Heilversprechen. Produkt- und Kurempfehlungen aus einer Einzelberatung übernehmen wir hier bewusst nicht ungeprüft. Änderungen der Fütterung immer mit Tierarzt bzw. qualifizierter Beratung abstimmen.

  • Zucker-/stärkearmes Basisfutter (Sensitive-Typ)zunächst ca. 200 g täglich
  • Mineralfutter reduzierenvon 4 auf 3 Messlöffel
  • Salz-/Natriumquelle sicherstellendauerhaft zur freien Verfügung
  • Bestehende, gut vertragene Zusätzein bisheriger Dosierung fortführen
  • Kurweise Ergänzungen bei Bedarf (z. B. bei Kotwasser)zeitlich begrenzt, mit Fachbegleitung

Quellen

Die Inhalte basieren auf den unten genannten Referenzen. Sie ersetzen keine individuelle tierärztliche oder fütterungsfachliche Beratung.

  1. GfE (2014) – Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von PferdenFachreferenz im deutschsprachigen Raum (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie), Ausschuss für Bedarfsnormen
  2. NRC – Nutrient Requirements of Horses, 6th ed.Internationale Referenz für Nährstoffbedarfe von Pferden (National Research Council)
  3. Henneke Body Condition Scoring SystemKörperzustandsskala 1–9 bei Pferden
  4. Weender Futtermittelanalyse (Weender Analysensystem)Standardverfahren zur Bestimmung von Rohnährstoffen (Rohprotein, Rohfaser, Rohfett, Rohasche) als Basis von Futter- und Heuanalysen
  5. Verordnung (EG) Nr. 1831/2003Futtermittelzusatzstoffe – Zulassung und Verwendung

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