Wissensdatenbank
Fachliche Orientierung zu Pferdefütterung, Ergänzungsfuttermitteln und Stallalltag. Jeder Artikel enthält Quellenangaben – keine Heilversprechen, keine Diagnosen.
Grundlagen
4 ArtikelBraucht jedes Pferd Ergänzungsfutter?
Nein – die Basis ist immer Raufutter, Wasser und Salz. Ergänzungsfutter nur bei begründetem Bedarf, nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“.
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Was ist Ergänzungsfuttermittel?
Bei Pferden spricht man von Ergänzungsfuttermitteln – nicht von Nahrungsergänzungsmitteln. Sie ergänzen die Ration, ersetzen aber keine Grundfütterung. Das Futtermittelrecht trennt klar zwischen Produktklassen.
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Futtermittel oder Arzneimittel?
Die Grenze zwischen Ergänzungsfutter und Tierarzneimittel ist rechtlich scharf gezogen. Warum Heilversprechen unzulässig sind – am Beispiel eines Gerichtsurteils.
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Was ein seriöser Anbieter sagen sollte
Ehrliche Kommunikation, klare Grenzen und keine Heilversprechen. Woran man seriöse von unseriöser Beratung unterscheidet.
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Fütterung
6 ArtikelGrundfütterung zuerst
Bevor du an Ergänzungsfutter denkst: Raufutter, Weide, Kraftfutter, Körperzustand und bestehende Zusätze prüfen. Die bessere Frage lautet nicht „Welches Supplement?“, sondern „Wie sieht die Gesamtration aus?“
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Raufutter – die Basis
Pferde sind auf kontinuierliche Faseraufnahme ausgelegt. Kauen erzeugt Speichel – den wichtigsten Magenpuffer. Gutes Heu ist oft wichtiger als jedes Zusatzprodukt.
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Kraftfutter – nur bei Bedarf
Viele Freizeitpferde brauchen wenig oder kein Kraftfutter. Zu große Stärkemengen pro Mahlzeit können den Dickdarm aus dem Gleichgewicht bringen.
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Body Condition Score und Gewicht
Körperzustand wird nicht nur über Kilogramm beurteilt. Die Henneke-Skala (1–9) ist in der Praxis weit verbreitet; Nährstoffbedarfe skalieren mit dem metabolischen Körpergewicht.
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Heuanalyse verstehen
Was eine Laboranalyse über Energie, Protein und Mineralstoffe im Heu verrät – und warum sie die beste Grundlage für jede Rationsplanung ist.
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Zucker und Fruktan im Heu
Warum der Zuckergehalt für leichtfuttrige und stoffwechselempfindliche Pferde zählt – und was Wässern und Bedampfen bewirken.
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Ergänzungsfutter
7 ArtikelMineralfutter
Eine der plausibelsten Ergänzungskategorien – aber nur passend zur Gesamtration. Doppelversorgung bei Selen, Jod, Kupfer und Zink vermeiden.
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Elektrolyte
Sinnvoll bei starkem Schwitzen, Hitze oder Training – aber nicht pauschal täglich. Natrium wird über Raufutter am ehesten knapp.
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Hufe, Fell und Haut
Biotin, Zink und Methionin können Hufqualität unterstützen – aber Effekte brauchen Monate. Eine Benchmark-Studie an Lipizzanern zeigt, wie langfristig gedacht werden muss.
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Gelenke und Bewegungsapparat
Häufig nachgefragt, fachlich nicht trivial: Bioverfügbarkeit und Produktqualität entscheiden. Keine Claims gegen Arthrose – Lahmheit gehört tierärztlich abgeklärt.
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Verdauung und Magen
Fütterungsmanagement steht vor Produkten. Lebendhefen sind eines der besser belegten Hilfsmittel für den Dickdarm unter stärkereicher Fütterung.
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Stoffwechsel, EMS, Hufrehe, Cushing/PPID
Hochsensibles Thema – keine einfache Online-Produktempfehlung. Zucker/Stärke, Körpergewicht und tierärztliche Begleitung stehen im Zentrum.
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Wenn Spurenelemente zu viel werden
Nicht nur Mangel ist ein Problem: Selen, Kobalt, Jod oder Eisen im Überschuss können ernsthaft schaden. Selen zeigt exemplarisch, wie eng das Fenster ist.
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Stallalltag
3 ArtikelWas sind vordosierte Sachets?
Einzelportionen pro Tag oder Fütterung – praktisch für Stall, Reise und Turnier, aber nicht für jeden Alltag nötig.
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Für wen sind Sachets sinnvoll?
Besonders bei Vollpension, mehreren Ergänzungen und wechselndem Stallpersonal – weniger bei einfacher Eigenfütterung.
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Fütterung im großen Stall
Individuelle Bedürfnisse und einfache Abläufe für Stallpersonal in Einklang bringen. Ein gutes System dokumentiert Wissen – es ersetzt kein gutes Personal.
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Turniersport
2 ArtikelTurniersport und Zusatzfutter
Besondere Vorsicht bei Kräutern und Pflanzenextrakten. „Natürlich“ heißt nicht „unbedenklich“ – und keine Garantie „dopingfrei“.
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Doping und Karenzzeiten im Turniersport
Viele native Kräuter sind turnierrelevant. Wie ADMR und FEI Karenzzeiten regeln – und warum das Worst-Case-Prinzip zählt.
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