Inhaltsstoffe & Evidenz
Jeder Stoff, den wir einsetzen – und wie gut er beim Pferd tatsächlich belegt ist. Inklusive der Fälle, in denen die Studienlage dünn ist. Denn eine Zutatenliste ist erst dann eine Aussage, wenn dabei steht, was sie wert ist.
Wie wir Evidenz einstufen
Wir bewerten jeden Inhaltsstoff nach der Datenlage beim Pferd – nicht nach der Datenlage bei Mensch, Hund oder Ratte und nicht nach der Verbreitung im Markt.
- Solide
- Solide belegt – Kontrollierte Studien am Pferd oder ein anerkannter, tabellierter Nährstoffbedarf.
- Moderat
- Moderat belegt – Einzelne kontrollierte Studien am Pferd oder eine gut begründete, unstrittige physiologische Funktion.
- Begrenzt
- Begrenzt belegt – Die Datenlage am Pferd ist dünn, uneinheitlich oder aus anderen Tierarten übertragen. Wir sagen das offen dazu.
Von 27 Inhaltsstoffen stufen wir 14 als solide, 5 als moderat und 8 als begrenzt belegt ein. Dass diese dritte Zahl nicht null ist, ist Absicht: Wer behauptet, alles sei solide belegt, hat entweder nicht nachgesehen oder sagt nicht die Wahrheit.
Basisversorgung & Mineralien
Schließt die typischen Lücken einer Heu-basierten Ration – ohne Überversorgung.
Aussage: Unterstützt die bedarfsgerechte Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen.
- Solide
Calcium
Calciumcarbonat
Mengenelement für den Knochenstoffwechsel. Der Gehalt im Heu schwankt von Charge zu Charge erheblich.
Evidenz: Der Bedarf ist in den GfE- und NRC-Referenzen tabelliert; entscheidend ist das Verhältnis zu Phosphor in der Gesamtration.
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Phosphor
Dicalciumphosphat
Gegenspieler des Calciums. Nicht die Menge allein zählt, sondern das Ca:P-Verhältnis der Ration.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Ein Phosphorüberschuss stört die Calciumaufnahme – deshalb hat das Verhältnis eine untere Grenze.
Dosis in Studien & Referenzen: Ca:P-Zielbereich der Gesamtration etwa 1,5:1 bis 2:1; untere Grenze 1:1.
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Magnesium
Magnesiumoxid / Magnesiumcarbonat
Beteiligt an Knochenstoffwechsel sowie Muskel- und Nervenfunktion.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Beruhigende Effekte über den Bedarf hinaus sind ein verbreitetes Versprechen, aber nicht belastbar belegt – deshalb dosieren wir bedarfsorientiert, nicht als „Nervenpulver“.
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Natrium & Chlorid
Natriumchlorid
Das Element, das über Raufutter am ehesten knapp wird – Raufutter liefert viel Kalium, aber wenig Natrium.
Evidenz: Unstrittiger, tabellierter Bedarf. Eine dauerhaft verfügbare Salzquelle bleibt trotzdem die Basis.
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Kalium
Bewusst nur moderat enthalten: Heu liefert in der Regel bereits reichlich Kalium.
Evidenz: Die Zurückhaltung ist hier die fachliche Entscheidung – ein Hochdosis-Elektrolyt im Tagesfutter wäre für die meisten Pferde unnötig.
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Zink
Essenziell für die Keratinbildung – und damit für Haut, Fell und Hufhorn – sowie für Enzym- und Immunfunktionen.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Zink steht in Wechselwirkung mit Kupfer: Das Verhältnis ist wichtiger als die Einzelmenge.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Solide
Kupfer
Beteiligt am Kollagen- und Keratinstoffwechsel, an der Pigmentbildung und am Eisenstoffwechsel.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Wird durch hohe Zink-, Eisen- und Mangangaben in der Aufnahme gestört – deshalb Balance statt Maximaldosis.
Dosis in Studien & Referenzen: Cu:Zn-Verhältnis der Gesamtration üblicherweise etwa 1:3 bis 1:5.
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Mangan
Cofaktor im Knochenstoffwechsel und in verschiedenen Enzymsystemen.
Evidenz: Funktion unstrittig, der Bedarf ist tabelliert. Ein Mangel ist bei üblichen Rationen allerdings selten – deshalb ergänzen wir nur moderat.
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Selen
Bestandteil antioxidativer Enzymsysteme, wichtig für die Muskulatur.
Evidenz: Bedarf und Toxizität sind gut untersucht. Selen hat eine enge Sicherheitsspanne – zwischen Unterversorgung und Überschuss liegt wenig. Deshalb ist Selen der Stoff, bei dem Doppelversorgung am kritischsten ist.
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Jod
Baustein der Schilddrüsenhormone.
Evidenz: Enges Fenster zwischen Unter- und Überversorgung – beides ist problematisch. Wird streng im sicheren Bereich dosiert.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Solide
Eisen
Bewusst zurückhaltend eingesetzt.
Evidenz: Ein Eisenmangel ist beim Pferd unter üblichen Bedingungen selten; Grundrationen liefern meist reichlich. Zusätzliches Eisen konkurriert zudem mit Kupfer und Zink um die Aufnahme. „Blutbildende“ Eisenkuren sind ein Marketing-Klassiker ohne belastbare Grundlage.
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Vitamine A, D3 und E
Fettlösliche Vitamine zur Abrundung der Gesamtration – kein Hochdosis-Präparat.
Evidenz: Bedarf ist tabelliert. Bei Weidegang und gutem Raufutter ist die Versorgung oft bereits ausreichend; fettlösliche Vitamine werden gespeichert, weshalb Hochdosen keinen Zusatznutzen bringen.
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Darmflora & Verdauung
Unterstützt die mikrobielle Faserverdauung im Dickdarm – ohne in den Bereich einer Therapie zu gehen.
Aussage: Unterstützt die Darmflora und die Faserverdauung.
- Solide
Lebendhefe
Saccharomyces cerevisiae
Stabilisiert das Milieu im Dickdarm und fördert die Faserverdauung.
Evidenz: Einer der besser belegten Bausteine überhaupt: Lebendhefe begrenzt pH-Einbrüche und Laktat-Akkumulation im Blinddarm unter stärkereicher Fütterung und verbesserte in einer Crossover-Studie die scheinbare Verdaulichkeit von Trockensubstanz, organischer Substanz und Faser signifikant.
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Mannan-Oligosaccharide (MOS)
Hefezellwand-Fraktionen aus Saccharomyces cerevisiae
Präbiotische Zellwandbestandteile, die in der Tierernährung zur Stabilisierung der Darmflora eingesetzt werden.
Evidenz: Der Wirkmechanismus (Bindung von Pathogenen an Mannan-Strukturen) ist plausibel und in anderen Tierarten gut untersucht. Belastbare, kontrollierte Studien am Pferd sind jedoch dünn gesät – wir führen MOS deshalb als unterstützende Komponente, nicht als Wirkversprechen.
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Fructooligosaccharide (FOS) & Inulin
Präbiotische Kohlenhydrate als Substrat für die Faserfermentation im Dickdarm.
Evidenz: Die Datenlage beim Pferd ist uneinheitlich und die eingesetzten Mengen schwanken zwischen Studien stark. Sehr hohe Gaben schnell fermentierbarer Substrate können das Dickdarmmilieu sogar belasten – deshalb nur moderat.
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Pektinreiche Faserträger
z. B. Rübenschnitzel, Apfeltrester
Löslicher Faseranteil, der im Dickdarm fermentiert wird und kurzkettige Fettsäuren liefert.
Evidenz: Dass fermentierbare Faser die Energieversorgung über kurzkettige Fettsäuren trägt, ist Grundlagenwissen der Pferdeernährung. Der Zusatznutzen gegenüber gutem Raufutter ist allerdings begrenzt – Raufutter bleibt die Basis.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Begrenzt
Beta-Glucane
aus Hefezellwänden
Zellwand-Polysaccharide, denen immunmodulierende Effekte zugeschrieben werden.
Evidenz: Kommen als Teil der Hefezellwand ohnehin mit. Eigenständige, kontrollierte Belege beim Pferd fehlen weitgehend – wir schreiben ihnen deshalb keine eigene Wirkung zu.
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Gelenke & Bewegung
Unterstützt den Gelenkstoffwechsel bei Freizeit- und älteren Pferden.
Aussage: Unterstützt den Gelenkstoffwechsel und den Bewegungsapparat.
- Moderat
Undenaturiertes Typ-II-Kollagen (UC-II)
Der Kernbaustein des Moduls. Wirkt nicht als Baustoff, sondern über orale Toleranz – also immunologisch.
Evidenz: In einer kontrollierten Studie an arthritischen Pferden schnitt UC-II bei Schmerz- und Lahmheitsbewertung besser ab als eine Kombination aus Glucosamin und Chondroitin. Es ist eine einzelne Pferdestudie – aussagekräftig, aber keine breite Evidenzbasis. Deshalb: moderat, nicht solide.
Dosis in Studien & Referenzen: In der Studie 320–640 mg Produkt pro Tag, entsprechend 80–160 mg aktivem UC-II; wirksam waren 480 und 640 mg.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Begrenzt
Glucosamin
Glucosaminhydrochlorid
Klassischer Gelenkbaustein – der am häufigsten eingesetzte und zugleich am kritischsten diskutierte.
Evidenz: Der Knackpunkt ist nicht die Zutat, sondern die Bioverfügbarkeit: Beim Pferd liegt sie für Glucosamin-HCl bei nur rund 5 %. Hinzu kommt ein Qualitätsproblem des Marktes – in einer Untersuchung von 23 Präparaten enthielten 9 weniger Glucosamin als deklariert, 4 sogar unter 30 % des Label-Claims. Wir führen es transparent als das, was es ist: verbreitet, aber schwach belegt.
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Chondroitinsulfat
Wird traditionell mit Glucosamin kombiniert.
Evidenz: Die Molekülgröße entscheidet: Hochmolekulares Chondroitinsulfat wird beim Pferd zu unter 2 % resorbiert, niedermolekulares dagegen bis zu 32 %. Wer Chondroitin einsetzt, muss die Fraktion kennen – sonst ist die Deklaration wertlos.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Begrenzt
MSM (Methylsulfonylmethan)
Organische Schwefelquelle.
Evidenz: Breite Praxiserfahrung und gute Verträglichkeit, aber wenig belastbare kontrollierte Daten am Pferd. Unumstritten in der Sicherheit, nicht in der Wirksamkeit.
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Omega-3-Fettsäuren
Leinöl (ALA) oder gereinigtes Fischöl (EPA/DHA)
Fettsäuren, die in den Entzündungsstoffwechsel eingreifen.
Evidenz: Die entzündungsmodulierende Wirkung ist in anderen Spezies gut belegt, beim Pferd stützen sich Aussagen überwiegend auf indirekte Marker. Leinöl liefert ALA, das nur begrenzt in EPA/DHA umgewandelt wird – die Quelle ist also nicht beliebig.
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Hufe & Hornqualität
Unterstützt die Bildung von belastbarem Hufhorn – über Monate, nicht über Wochen.
Aussage: Unterstützt die Bildung von gesundem Hufhorn und die Hufqualität.
- Solide
Biotin
Essenzieller Cofaktor der Keratinsynthese – der am besten belegte Einzelstoff im gesamten Portfolio.
Evidenz: In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie über 19 Monate an 42 Lipizzanern der Spanischen Hofreitschule verbesserte tägliches Biotin die mechanische Zugfestigkeit des Hufhorns signifikant. Wichtig ist die Einschränkung: Oberflächliche Defekte sprechen auf Biotin an, tiefere Störungen der inneren Keratinschichten nicht allein.
Dosis in Studien & Referenzen: In Studien und Praxis 15–20 mg pro Tag; klinische Pionierarbeiten nannten 10–30 mg über mindestens 6–9 Monate. Effekte sind frühestens nach Monaten sichtbar, weil Hufhorn langsam wächst.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Solide
Zink
Essenziell für die Keratinbildung; Defizite zeigen sich häufig zuerst an brüchigem Horn.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Zink wirkt beim Hufhorn nicht isoliert – ohne passendes Kupfer-Verhältnis verpufft eine reine Zink-Aufsättigung.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Solide
Kupfer
Beteiligt an der Quervernetzung von Keratin und Kollagen – also an der strukturellen Festigkeit.
Evidenz: Bedarf tabelliert. Die Kunst liegt im Verhältnis zu Zink, Eisen und Mangan, nicht in der absoluten Menge.
Dosis in Studien & Referenzen: Cu:Zn-Verhältnis der Gesamtration üblicherweise etwa 1:3 bis 1:5.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Moderat
Methionin
Schwefelhaltige Aminosäure und limitierender Baustein der Keratinbildung.
Evidenz: Die biochemische Rolle als limitierende Aminosäure ist unstrittig. Dass eine zusätzliche Gabe bei bereits ausreichender Proteinversorgung die Hufqualität verbessert, ist dagegen nicht belastbar belegt – sinnvoll ist sie vor allem, wenn die Ration proteinseitig knapp ist.
Mehr dazu in der Wissensdatenbank - Begrenzt
B-Vitamine (B6, B12, Folat)
Cofaktoren im Aminosäurestoffwechsel.
Evidenz: Beim gesunden Pferd werden B-Vitamine in erheblichem Umfang von der Darmflora gebildet. Ein zusätzlicher Nutzen über die Abrundung hinaus ist nicht belegt – deshalb nur in kleinen Mengen und ohne eigenes Versprechen.
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Was wir bewusst weglassen
Eine Zutatenliste sagt wenig aus, solange nicht klar ist, was man abgelehnt hat – und warum.
Kobalt (über den Spurenelement-Bedarf hinaus)
Wird als Hypoxie-Mimetikum eingesetzt, um die körpereigene EPO-Ausschüttung zu stimulieren – mit gravierenden kardiovaskulären Risiken bei Überdosierung und klarer Doping-Relevanz. Für uns ausgeschlossen, unabhängig davon, ob ein Pferd im Turniersport läuft.
Hintergrund lesenMulti-Stamm-Probiotika mit humanen Milchsäurebakterien
Stämme aus dem Humanbereich sind nicht auf den Pferdedarm angepasst, und belastbare equine Wirksamkeitsdaten fehlen. Ein langer Stammname auf dem Etikett ersetzt keine Evidenz.
Hintergrund lesenAggressive pH-Puffer-Kombinationen
Sie zielen faktisch auf die Behandlung einer Azidose ab. Das ist der Bereich einer Therapie und gehört in tierärztliche Hand, nicht in ein Tagesfutter.
Hintergrund lesenHochdosierte Kräutermischungen
Widersprüchliche Studienlage bei gleichzeitig realem Risiko: Pflanzliche Wirkstoffe können pharmakologisch wirken und im Turniersport zu positiven Befunden führen. Wirksam genug für einen Dopingbefund, aber zu schwach belegt für ein Versprechen – das ist die schlechteste Kombination.
Hintergrund lesen„Detox“- und Entgiftungs-Konzepte
„Entgiftung“ ist kein futtermittelrechtlich zulässiger Ernährungszweck und physiologisch nicht definiert. Leber und Niere erledigen das ohne Pulver.
Hintergrund lesenHochdosis-Antioxidantien
Über den Bedarf hinaus ist kein Zusatznutzen belegt. Bei fettlöslichen Vitaminen und Selen verschlechtert eine Hochdosis das Sicherheitsprofil, statt es zu verbessern.
Hintergrund lesen
Warum hier keine Gramm-Angaben stehen
Die genannten Dosierungen sind die in Studien und Referenzen eingesetzten Mengen – keine Produktdeklaration. Wie viel ein einzelnes Pferd tatsächlich braucht, hängt von seiner Ration ab: Heu schwankt von Charge zu Charge, und was bereits über das Grundfutter kommt, muss nicht ergänzt werden. Deshalb ergeben sich unsere Gehalte aus Bedarfsrechnung und Analyse – nicht aus einer runden Marketing-Zahl.
So wird der Bedarf berechnetQuellen
Die Inhalte basieren auf den unten genannten Referenzen. Sie ersetzen keine individuelle tierärztliche oder fütterungsfachliche Beratung.
- GfE (2014) – Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von PferdenFachreferenz im deutschsprachigen Raum (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie), Ausschuss für Bedarfsnormen
- NRC – Nutrient Requirements of Horses, 6th ed.Internationale Referenz für Nährstoffbedarfe von Pferden (National Research Council)
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL): Gruber Tabelle zur PferdefütterungPraxis-Referenztabelle mit Bedarfs- und Futterwerten auf Basis der GfE-Empfehlungen; Grundlage vieler Rationsberechnungen im deutschsprachigen Raum
- Coenen M, Vervuert I: Pferdefütterung, 6. Aufl. (begründet von Meyer & Coenen)Standardreferenzwerk der Pferdeernährung im deutschsprachigen Raum (Thieme)
- Medina B, Girard ID, Jacotot E, Julliand V (2002): Effect of a preparation of Saccharomyces cerevisiae on microbial profiles and fermentation patterns in the large intestine of horses fed a high fiber or a high starch diet. Journal of Animal Science 80(10):2600–2609Lebendhefe limitiert pH-Einbrüche und Laktat-Akkumulation im Caecum unter stärkereicher Diät
- Live yeast supplementation improves apparent nutrient digestibility of high-fibre diet in mature Quarter Horses (2025). Italian Journal of Animal ScienceCrossover-Studie: signifikant verbesserte scheinbare Verdaulichkeit von Trockensubstanz, organischer Substanz und NDF-Faser
- Gupta RC, Canerdy TD, Skaggs P, et al. (2009): Therapeutic efficacy of undenatured type-II collagen (UC-II) in comparison to glucosamine and chondroitin in arthritic horses. Journal of Veterinary Pharmacology and Therapeutics 32(6):577–584Kontrollierte Studie an arthritischen Pferden: UC-II in Tagesdosen von 320/480/640 mg Produkt (= 80/120/160 mg aktives Kollagen); 480 und 640 mg schnitten besser ab als Glucosamin plus Chondroitin
- Du J, White N, Eddington ND (2004): The bioavailability and pharmacokinetics of glucosamine hydrochloride and chondroitin sulfate after oral and intravenous single dose administration in the horse. Biopharmaceutics & Drug Disposition 25(3):109–116Pharmakokinetische Crossover-Studie zur enteralen Resorption von Glucosamin-HCl und niedermolekularem Chondroitinsulfat
- Oke S, Aghazadeh-Habashi A, Weese JS, Jamali F (2006): Review of glucosamine-containing oral joint supplements – label claim vs. actual content in the horseVon 23 oralen Gelenkpräparaten enthielten 9 weniger Glucosamin als deklariert, 4 sogar unter 30 % des Label-Claims
- Zenker W, Josseck H, Geyer H (1995): Histological and physical assessment of poor hoof horn quality in Lipizzaner horses and a therapeutic trial with biotin and a placebo. Equine Veterinary Journal 27(3):183–191Doppelblinde, placebokontrollierte Langzeitstudie (19 Monate) an 42 Lipizzaner-Hengsten der Spanischen Hofreitschule
- Comben N, Clark RJ, Sutherland DJB (1984): Clinical observations on the response of equine hoof defects to dietary supplementation with biotin. Veterinary Record 115:642–645Klinische Pionierstudie an 40 Pferden zur Biotin-Supplementierung des Hufhorns
- Kempson SA (1987): Scanning electron microscope observations of hoof horn from horses with brittle feet. Veterinary Record 120:568–570 (Royal Dick Vet School)Differenzierung: oberflächliche Defekte sprechen auf Biotin an, innere Keratinschichten benötigen zusätzlich bioverfügbares Calcium
- Towards the elimination of excessive cobalt supplementation in racing horses: A pharmacological reviewKobalt als Hypoxie-Mimetikum (HIF-1α-Stabilisierung, EPO-Ausschüttung); gravierende kardiovaskuläre Nebenwirkungen bei Überdosierung
- FEI Equine Prohibited Substances List (EPSL)Internationale Liste verbotener und kontrollierter Substanzen im Pferdesport (Banned Substances & Controlled Medication)
- Verordnung (EG) Nr. 1831/2003Futtermittelzusatzstoffe – Zulassung und Verwendung
- Verordnung (EU) 2020/354Besondere Ernährungszwecke bei Diätfuttermitteln
- Verordnung (EG) Nr. 767/2009Inverkehrbringen und Verwendung von Futtermitteln, Kennzeichnung und Claims
- Prof. Dr. Ingrid Vervuert – Institut für Tierernährung, Universität LeipzigForschung zu Stärkeverdauung, glykämischen/insulinämischen Reaktionen und Phytotherapeutika beim Pferd
